Test Monitor Audio Gold 200 – FIDELITY-Magazin

/ Juli 10, 2020/ Allgemein, Testbericht

Testbericht Monitor Audio Gold 200 5G – FIDELITY-Magazin 06/2020

Monitor Audio Gold 200 im Wohnzimmer

Hans von Draminski hat sich die Monitor Audio Gold 200 5G im Test vorgenommen – und der Lautsprecher hat ihm eine wahre Sternstunde der Musikgeschichte beschert. Wie, warum und was er sonst so denkt, erfahren Sie in unserer Zusammenfassung.

Getestet zum Preis von 3.998.-€/Paar.

Hierbei handelt es sich um eine Zusammenfassung des Testberichts vom FIDELITY-Magazin. Den vollständigen Testbericht als PDF können Sie sich ebenfalls direkt bei uns herunterladen: Test zur Monitor Audio Gold 200 5G vom FIDELITY-Magazin als PDF herunterladen.

Die Schnellnavigation zum Test

  1. Bekümmerte Paketboten und schmale Wendeltreppen
  2. Die ersten Handgriffe – Auspacken und aufstellen
  3. Gestatten: Dr. Jekyll & Mr. Hyde
  4. Großes Kino mit den „Kingsman“
  5. Chassistechnologie aus dem eigenen Hause
  6. 100% Klang zu 50% des Preises
  7. Es wird ernst – Der Soundcheck
  8. Das Fazit zum Test der Monitor Audio Gold 200
  9. Bezugsquellen
  10. Kontakt

Von bekümmerten Paketboten und schmalen Wendeltreppen

Der Job des Paketboten ist sicherlich kein leichter; und so ist es auch nicht überraschend, wenn ein DHL-Paketbote mal schlechte Laune hat und maulig ist.

Beim FIDELITY-Testredakteur Hans von Draminski gilt es nicht nur in schöner Regelmäßigkeit, große (und schwere!) Lautsprecher, Endstufen und sonstige Hifi-Preziosen anzuliefern und abzuholen – Nein. Diese müssen auch noch über eine relativ schmale Wendeltreppe in den ersten Stock getragen werden, in dem er residiert.

Beim ersten Blick auf die zwei schmalen Kartons der Monitor Audio Gold 200 überfielen Hans somit auch einige Zweifel, warum der DHL-Late-Night-Bote denn so finster dreinschaut. Am Gewicht der Schachteln kann es ja wohl kaum liegen! Nachvollziehbar wurde das Ganze dann, als er die beiden Kartons die letzten drei Meter von der Türschwelle in den Hörraum tragen durfte. Denn die Lautsprecher bringen mit ihren rund 95 Zentimetern Höhe und ihren an sich zierlichen Maßen eben doch ganz locker 22 Kilogramm pro Stück auf die Waage. Und all das ganz ohne Beschwerungsgewichte, die Hans zwischenzeitlich kurz im Karton vermutete.

Auspacken und aufstellen – Eine solide Sache

Einmal ausgepackt standen die beiden Grazien in schwarzem Klavierlack dann im Hörraum und ruhten auf den mitgelieferten Auslegerfüßen mit montierten Spikes. Diese vermitteln nicht nur den Eindruck von unbedingter Solidität und Standfestigkeit, sie garantieren sie auch.

Eine Eigenschaft, die sich auch im ausgiebigen Hörtest noch mehr als beweisen wird…

Erfahrungen und Überraschungen – Dr. Jekyll & Mr. Hyde, formschön verpackt

Nach vielen Jahren als Testredakteur eines HiFi-Magazins wie der FIDELITY hat man schon so einiges gesehen und erlebt und ist dementsprechend schwer zu beeindrucken. Und das versucht die Monitor Audio Gold 200 im Test auch gar nicht erst. Stattdessen geht ihr das Spektakuläre, Vordergründige und Marktschreierische in Optik und Klang völlig ab.

Das sie aber auch anders kann, beweist die Gold 200 im Laufe des Hörtests durchaus; oder, um es mit den Worten von Hans von Draminski zu sagen:

„Das sich unter der schwarzen Außenhaut sowohl Dr. Jekyll als auch Mr. Hyde verbergen, findet der Gold 200-Besitzer erst nach und nach heraus. Eine durchaus lustbetonte Entdeckungsreise.“

Die Entdeckungsreise beginnt – Mit den „Kingsman“ auf der Londoner Savile Row

Wer die Action-Thriller „Kingsman“ nicht kennt, dem seien sie hiermit ans Herz gelegt. Eine spannende (und zum Teil auch recht brutale) Mischung aus James Bond, 24 und den Bourne-Zyklus, verbunden mit tiefschwarzem Humor.

Ähnlich wie die Hauptdarsteller im Film, tritt die Monitor Audio Gold 200 stets distinguiert auf und bedient das komplette Spektrum; von den ganz leisen Tönen bis hin zu den härtesten Herausforderungen.

Was damit auch schnell klar wird: Dieser Lautsprecher ist kein Produkt eines Griffs ins große OEM-Regal irgendeines Chassislieferanten, sondern hier sind Eigenkonstruktionen feinster britischer Machart am Werke. Nur so lässt sich überhaupt erklären, wie eine solch zierliche Box mit zwei gerade mal 165 Millimeter messenden Tieftönern so unfassbar tief in den Basskeller hinuntergeht. Eine Qualität, auf die auch so einige bekannte Tonstudios dieser Welt gerne zurückgreifen.

Ernstzunehmende Eigenkreationen statt OEM-Chassis – So wie man es erwartet

Monitor Audio Gold 100 5G 6,5 RDT II-Chassis

Bei den beiden Tieftönern der Monitor Audio Gold 200 kommt RDT II zum Einsatz – die „Rigid Diaphragm Technology in der 2. Generation. Dabei handelt es sich um einen schlauen Materialmix aus mehreren Komponenten. Die silbrig glänzende Oberschicht besteht aus C-CAM – einem Mix aus Aluminium und Magnesium, beschichtet mit synthetischer Keramik. Die „Honigwabenstruktur“ erhalten die beiden Tieftöner von der Trägerschicht aus Nomex, auf der die Membran aus C-CAM aufgebracht ist. Auf der Rückseite wird dieses Konstrukt nochmals zusätzlich stabilisiert durch eine Schicht Karbonfasern, die dem Chassis zusätzliche Festigkeit und Steifigkeit verleiht und somit dafür sorgt, dass die Chassis auch bei echten Pegelorgien stets sauber und akkurat schwingen.

Unterstützt wird das Ganze im Mittelton aus einer 64 Millimeter großen Membran aus reinem C-CAM, der seine Qualität durch eine natürliche Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten unter Beweis stellt.

Das eigentliche Meisterstück in der Gold 200 ist aber ihr MPD-Hochtöner. Dieser ist nach dem Air-Motion-Transformer-Prinzip aufgebaut und sorgt mit seiner extrem feinen Faltung der Folie für einen hohen Schalldruck bei höchster Präzision und extrem geringen Verzerrungen. Und das in der Gold-Serie bis weit über den hörbaren Bereich hinaus!

100% Klangqualität zu 50% des Preises – Und das mit hohem WAF

Den Worten von Hans von Draminski folgend, findet man die Klangqualität der Gold 200 eher in der Preisklasse um 7.000.- – 8.000.-€ – und diese Lautsprecher sind dann in der Regel auch noch um einiges größer. Damit ist dann auch der oft beschworene WAF, der „Wife Acceptance Factor“ in weiter Ferne.

Anders die Gold 200: Sie überzeugt sowohl mit ihrem ansprechenden Äußeren, als auch ihrer klanglichen Vielseitigkeit, mit der sich jede Art von Musik genießen lässt.

Der ausführliche Klangtest – Es wird genau hingehört

Große Sinfonik mit Anne-Sophie Mutter

Den Einstieg in den Hörtest macht Hans mit Filmmusik von John Williams, und zwar dem Soundtrack „Across the Stars“. Auf dieser Scheibe wurden sowohl die bekanntesten als auch einige eher unbekannte Stücke von ihm für die wiederum bekannte deutsche Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter neu arrangiert. Und dabei gibt es viel Spannendes zu entdecken: Von Miniatur-Violinkonzerten, abgrundtiefe Bass-Tutti, die den Raum zum Beben bringen und hollywoodesker Breitbild-Sound, der mit erstaunlicher Räumlichkeit und absoluter Größenrichtigkeit transportiert wird.

Kleine Besetzung mit dem ATOS Trio

Beim Wechsel von großer Sinfonik auf eine kleine Besetzung wie das Berliner ATOS Trio mit ihrem im Eigenverlag herausgegebenen „Vienna Album“ vertieft sich der Eindruck einmal mehr, mit der Monitor Audio Gold 200 einem Kunstwerk des Lautsprecherbaus zu lauschen. Die Musik erklingt mit großer Transparenz und Durchhörbarkeit, ohne auch nur jemals einen Anflug von Blutleere oder Kraftlosigkeit.

Da geht noch was – Zum Beispiel Country-Folkpop von Mark Knopfler

Auflösung ist ein schmaler Grat. Gerade bei älteren Aufnahmen wie der 1996 aufgenommenen Scheibe „Golden Heart“ von Mark Knopfler. Die HDCD-Version gerät – dank des hochauflösenden und trotzdem immer sanft spielen Air-Motion-Transformer-Hochtöners in der Gold 200 – zu einer höchst anhörbaren Angelegenheit. Ohne lästig zu werden, aber mit frappierender Auflösung.

Der krönende Abschluss – Mit dem David Orlowsky Trio in die „Elphie“

Auch wenn Hans mit der auf Tonträgern eingefangenen Akustik der „Elphie“, der Hamburger Elbphilharmonie so seine liebe Not hat, beim Live-Mitschnitt der CD „One Last Night“ scheint alles gepasst zu haben, denn hier erlebte Hans „…eine klanglich wie musikalisch grandiose Sternstunde“, die ihm die Monitor Audio Gold 200 direkt in den Hörraum beamte. Sein Kurzfazit: „Sagenhaft gut“.

Das Fazit zum Test der Monitor Audio Gold 200 im Zitat

„Für die schlanken Monitor Audio Gold 200 findet sich eigentlich immer ein Plätzchen. Und dann fluten sie den Raum mit großem Klang, ohne besondere Ansprüche an den Verstärker zu stellen“.

Hans von Draminski, FIDELITY-Magazin Ausgabe 50, 04/2020

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