Test Monitor Audio Gold 300 – Stereophile

/ November 1, 2019/ Testbericht

Testbericht Monitor Audio Gold 300 – Stereophile 10/2019

Monitor Audio Gold 300 5G

Thomas J. Norton von der amerikanischen „Stereophile“ hat sich die Monitor Audio Gold 300 zum Test geholt. Als erfahrener Monitor Audio-Hörer (selbst ist Thomas Zuhause mit der Monitor Audio Silver 10 bestückt) hat ihn besonders interessiert, wie das „Flaggschiff“ der neuen Gold-Serie gegenüber seinem Vorgänger abschneidet.

Getestet zum Preis von 5748.-€/Paar – seit Januar 2020 auf 4998.-€/Paar unverbindliche Preisempfehlung gesenkt.

Hier finden Sie deutsche Zusammenfassung des Testberichts. Den kompletten Testbericht im englischen Original finden Sie unter: Testbericht Monitor Audio Gold 300 auf Stereophile.com (Englisch)

Ungeduldig? Hier geht es direkt zum Fazit des Tests.

Bestandsaufnahme und Würdigung der Technik

Monitor Audio Gold 100 5G 6,5 RDT II-Chassis

Was zuerst auffällt bei der Betrachtung der Monitor Audio Gold 300, ist der ungewöhnlich kleine Mitteltöner mit seiner Größe von 2,5“/ 6,35 Zentimetern und der 1“/2,54 Zentimeter große Hochtöner.

Sowohl der Mitteltöner als auch der Hochtöner punkten aufgrund ihrer kompakten Abmessungen mit einer breiten Abstrahlung, wobei der C-CAM-Mitteltöner mit einer Auslenkung von +/- 1,5 Millimetern punktet und erst zwei Oktaven über der Übergabefrequenz aufbricht.

Auch die Tieftöner mit RDT II und all ihren Besonderheiten finden Beachtung, sind aber doch erstmal „nur“ Bestandsaufnahme. Bis es dann ans Musik hören geht…

Die Monitor Audio Gold 300 im Klangtest bei Stereophile

Monitor Audio Gold 300 mit Klavier im Wohnzimmer

Was der Bass so alles kann – Subwoofer? Unnötig

Das erste Stück kommt von Frederick Fenell und hört auf den Namen „Weinberger’s Polka and Fugue from the opera Schwanda the Bagpiper“. Mit einer Lautstärke etwa drei Dezibel über der gewohnten Hörlautstärke zeigen die Monitor Audios direkt was sie können. Mit einer Bassgewalt, die auch mit Subwoofer kaum noch steigerbar wahr, zeigten die Gold 300 schon mal wo es lang geht.

Beim nächsten Stück „The Napalm for Breakfast“ von der „The Apocalypse Now Sessions (CD, Rykodisc RCD 10109) gibt es ebenfalls echte Herausforderungen im Bass. In der letzten Passage des Titels gibt es einen tiefen Bass, der für einige Sekunden erklingt und dann um etwa eine Oktave abfällt. Genau dieser „Drop“ war sauber, kraftvoll und deutlich von der „Startfrequenz“ zu unterscheiden. Kein Verwischen und kein Überschwingen. Nicht mit der Gewalt eines Subwoofers, aber so, dass auch kein Subwoofer fehlte.

Eine Räumlichkeit, die schon fast an einen zusätzlichen Center glauben lässt

Auch wenn die Broadway-Aufnahme von The Lion King (CD, Walt Disney/WEA 60802-7) nicht unbedingt eine überragende Aufnahme ist, sie hat ihre interessanten Seiten. Gerade in punkto Räumlichkeit ist sie spannend, positioniert sie doch Solisten und Musiker auf verschiedenen Positionen auf der virtuellen Bühne. Die Gold 300 hatte die Fähigkeit, die Künstler sowohl in der Breite als auch in der Tiefe realistisch und perfekt ortbar wiederzugeben. Auch wenn der Center-Lautsprecher (der üblicherweise im Heimkino mitläuft) bei diesem Test garantiert aus war, so glaubte man doch, er spiele mit. So glaubwürdig, so realistisch wurde die „Leere“ zwischen den Lautsprechern gefüllt und die Musiker an Ort und Stelle „festgenagelt“.

Dieser Eindruck faszinierender Räumlichkeit bestätigte sich auch mit dem Test der Scheibe „Sternklang“ von Tholen´s album (CD, Cyclic Law, 20th Cycle). Auch wenn man darüber diskutieren kann, ob ein an- und abschwellen von Bassläufen, unterbrochen von elektronischen Klängen überhaupt Musik zu nennen ist – es ist eine Menge los. Und das ist zu großen Teilen dem Lautsprecher selbst zu verdanken, füllte er doch jede Ecke des Raumes mit Bässen und hohen Frequenzen, die praktisch von überall und nirgendwo zu kommen schienen.

Eine wirklich umwerfende Vorstellung!

Ein klarer, sanfter Hochton rundet den Klangtest ab

Live-Konzerte sind immer so eine Sache. Beim Album „In Concert“ (CD, PIAS57CD) von Dead Can Dance ist die Sache aber klar. Es lohnt sich zu hören. Mit einem soliden Bass und einem lebendigen Hochton präsentierte die Scheibe die Qualitäten der Gold 300 hervorragend. Ist der Hochton doch weder „gnadenlos ehrlich“, noch ist er übermäßig zurückhaltend. Er ist viel mehr zart, offen, luftig und detailliert.

Das untermauerte auch eine Vielzahl anderer Aufnahmen, darunter Mokave: Afrique (CD, AudioQuest Music AQ-CD1024) und The All Star Percussion Ensemble (CD, Golden String & Company GS CD005). Auch im Mitteltonbereich gab es keine Überraschungen. Er war frei von jeglicher Färbung und leistete hervorragende Arbeit bei Frauenstimmen. Darunter solche Lieblinge wie Jennifer Warnes‘ Famous Blue Raincoat (CD, Cypress Records YD 0100/DX 3182), Loreena McKennitt’s Nights from the Alhambra (3 CDs, Verve) und Sinne Eeg und Thomas Fonnesbaeks Eeg Fonnesbaek (CD, Stunt Records STUCD 15082). Die Abbildung, die Tiefe der Klangbühne und die Neutralität der Gold 300 waren absolut offensichtlich.

Das Fazit von Thomas J. Norton zum Test der Monitor Audio Gold 300

„Die Gold 300er waren eine ständige Freude bei einem breiten Musikprogramm. Ja, sie sind teuer, aber im heutigen High-End-Lautsprechermarkt kann man viel mehr ausgeben und viel weniger dafür bekommen. Die Gold 300er erhalten eine ernsthafte Empfehlung und verdienen ein größeres Publikum.“

Thomas J. Norton, Stereophile, Oktober 2019

Eine Anmerkung zum Testfazit

Der Lautsprecher wurde zum Preis von 5.748.-€ das Paar getestet – und im Januar 2020 (also nach dem Test) auf 4.998.-€ unverbindliche Preisempfehlung gesenkt. Damit relativiert sich das „teuer“ im Fazit unserer Meinung nochmal ein ganzes Stück.

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Monitor Audio Gold 300 in Ebony - Frontansicht

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