Test Monitor Audio Silver 300 – Stereophile

/ November 2, 2019/ Testbericht

Testbericht Monitor Audio Silver 300 – Stereophile 02/2018

Monitor Audio Silver 300

Kalman Rubinson ist ein echter Kenner der Marke, hat er sich doch bei seinem Testbericht des Vorgängers Monitor Audio Silver 8 so sehr verliebt, dass er sich gleich drei Stück davon nach Hause geholt hat (zwei für die Front, eine als Center plus zwei Monitor Audio Silver 2 als Rear-Lautsprecher).

Einem solchen Kenner hat die Stereophile den Test der Monitor Audio Silver 300 überlassen. Wer sollte die klanglichen und technischen Fortschritte auch besser einschätzen können als jemand, der den Vorgänger seit über drei Jahren besitzt? Seine Einschätzung und das Fazit finden Sie hier.

Getestet zum Preis von 1898.-€/Paar.

Hierbei handelt es sich um die deutsche Zusammenfassung des Testberichts. Den kompletten Testbericht im englischen Original finden Sie hier: Testbericht Monitor Audio Silver 300 auf Stereophile.com (Englisch)

Der erste Kontakt mit der Monitor Audio Silver 300

Monitor Audio Silver 300 Schwarz Hochglanz

In diesem Test wurde die Monitor Audio Silver 8 immer wieder als Vergleich zur Monitor Audio Silver 300 herangezogen. Logisch, ist sie doch der direkte Vorgänger. Von der Optik nehmen sich die beiden Lautsprecher nicht viel, aber wie ist es um den Klang bestellt?

Die Silver 300 ist wenige Zentimeter gegenüber der Silver 8 gewachsen, die technischen Daten sind nahezu unverändert, der Preis ist erfreulicherweise gleichgeblieben. Auch bei der Designphilosophie ist sofort erkennbar: Es ist ein Monitor Audio Silver-Lautsprecher. Schmale Standlautsprecher als Drei-Wege-Konzept mit vier Treibern.

Beim Finish (bei dem Testmuster handelt es sich um die 200.-€ teurere Version in Schwarz Hochglanz) gibt es ebenfalls keine Überraschungen. Die Verarbeitung ist überragend, erst recht bei dem Preis.

Die Monitor Audio Silver 300 im Klangvergleich gegen die Monitor Audio Silver 8

Monitor Audio Silver 300 mit Elektronik im Wohnzimmer

Auspacken, aufstellen und Spaß haben

Genau wie die Silver 8 entfaltet auch die Silver 300 gleich wieder ihren Charakter, was der Tester wie auch zuvor schon direkt ansprechend fand. Es war eben die gleiche, willkommene Klarheit in den Mitten, die Musik eine natürliche Präsenz verlieh. Männer- und Frauenstimmen sowie Orchester- und Soloblasinstrumente waren klanglich ausgewogen und klar abgegrenzt, so dass auch langes und ausgiebiges Hören bei egal welcher Lautstärke völlig ermüdungsfrei möglich war.

Aber: Die Silver 300 hat noch mehr zu bieten.

Insbesondere das nahtlose Zusammenspiel des Mittel- und Hochtons war für einen Lautsprecher, der weniger als 2000.-€ das Paar kostete, ausgesprochen sanft, so dass vielschichtige Stimmen sowohl subtiler enthüllt als auch kaum durch aufdringliche Zischlaute auffielen.

Nahtlose Bühne und exzellente Stimmwiedergabe

Eriks Ešenvalds‘ „The First Tears“ vom Album „The Doors of Heaven“ mit dem Portland State Chamber Choir unter der Leitung von Ethan Sperry (CD, Naxos 8.579008), begann mit den gedämpften Stimmen des Chores, die sich von Lautsprecher zu Lautsprecher und darüber hinaus erstreckten. Bald zeichneten sich einzelne Stimmen ab, jede mit einem unverwechselbaren Charakter und aus einer definierten Position im Chor. Während die Aufnahme ihre dramatischen Höhepunkte bis zum Ende durchlief, gab es weder eine unnatürliche Hervorhebung der vielen Solostimmen, noch wurden diese durch den Klang des größeren Ensembles verdeckt. Dank des nahtlosen Übergangs von und zu den Hochtönern und Mitteltönern der Silver 300 und John Atkinsons hervorragender Technik dieser Aufnahme hatte ich einen unverhüllten Blick auf die gesamte Wiedergabe.

Grip und Akkuratesse im Bass

Auch in Bezug auf Griffigkeit und Trennschärfe überraschte die Silver 300. Als Beispiel dafür bot sich dafür die in den Bray Film Studios in Großbritannien vor einem Live-Publikum aufgenommen Scheibe „Unplugged“ (CD, Reprise 45024-2) von Eric Clapton an. Hier wurde die Atmosphäre eines entspannten Konzerts übertragen. Ein Gefühl, das durch die Reproduktion einiger sehr niederfrequenten, nicht im eigentlichen Stück enthaltenen Geräusche nochmals verstärkt wurde. Eben „live“.

Kalman meint: „Auch die eigentlichen Bassanteile der Musik machten Spaß, wenn die Silver 300 in einigen direkten Vergleichen insgesamt auch etwas weniger Bass zu produzieren schienen als die Silver 8. Aber ich würde ihre saubere, straffe Performance über den üblichen, ungedämpften Bass stellen. Wenn man mehr Bass möchte, stellt man sie einfach näher an die Rückwand (im Test stand sie etwa 60 Zentimeter davon weg) – oder man füge nach Belieben einfach einen Subwoofer hinzu.“

Eine nahtlose und weitreichende Klangbühne

Die Silver 300 konnten eine nahtlose Klangbühne präsentieren, die sich leicht über die Außenkanten beider Gehäuse hinaus erstreckte und eine hervorragende Wiedergabe „aus der Mitte heraus“ hatte. Auch die Tiefe der Klangbühne war bei allen Aufnahmen gut, insbesondere bei der Ešenvalds-Scheibe. Der Dynamikumfang der Lautsprecher übertraf das, was für den kleinen, 50 Kubikmeter fassenden großen Hörraum meines Hauses im ruhigen, ländlichen Connecticut noch als „nachbarschaftsfreundlich“ durchgeht. Ein fantastischer Lautsprecher, aber wo sind die Grenzen?

Wo sind die Grenzen der Monitor Audio Silver 300?

Wer einmal teurere und exotischere Lautsprecher als die Silver 300 gehört hat, kommt irgendwann an den Punkt, an dem er feststellt, dass sie nicht die „3D-Abbildung“ und Bassgewalt wie beispielsweise eine Monitor Audio Platinum PL300 II liefert. Keine Schande, kostet diese doch mit 10.998.-€ auch einen gewaltigen Aufpreis.

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass die Silver 300 eine Verbesserung gegenüber der Silver 8 darstellt. Oder, um es noch deutlicher auszudrücken: Sie ist ein Fortschritt gegenüber all den Lautsprechern, mit denen ich sie verglichen habe.

Das Fazit zum Test der Monitor Audio Silver 300 von Kalman Rubinson

„In der Preisklasse um 2.000.-€/Paar hat die Monitor Audio Silver 300 eine Menge Konkurrenz. Einige dieser anderen Lautsprecher machen einige Dinge spektakulär richtig und richten die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf diese Fähigkeiten. Ich genoss die Silver 300, einfach weil sie nichts falsch gemacht hat. Ich fühlte mich nicht verpflichtet, auf feinste Details zum Preis eines akzentuierten Hochtons zu verzichten oder weniger Transparenz im Mitteltonbereich als Ausgleich für eine ausgewogene Klangbalance zu bekommen. Unabhängig von der Musikrichtung und -quelle wurde die Silver 300 der Musik einfach gerecht.“

Kalman Rubinson, Stereophile 02/2018

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Monitor Audio Silver 300 im Wohnzimmer

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