Teufel Theater 500 vs. Monitor Audio Bronze Cinema 200 6G im Vergleich

Jens Ragenow
von Jens Ragenow
19.11.2020

Wer sich für ein Heimkinosystem für zu Hause interessiert kommt am Lautsprecherhersteller Teufel sicherlich kaum vorbei. Steht er doch für hochwertige Heimkinosysteme zum kleinen Preis – wie mit dem Teufel Theater 500 Surround.

Aber wie sieht es mit den Alternativen dazu aus, wie beispielsweise dem Monitor Audio Bronze Cinema 200 6G? Diese Frage wird auch dem HEIMKINORAUM von interessierten Kunden immer wieder gestellt.

Und da man nicht über Dinge sprechen soll, die man nicht weiß, wurde ein von einem Kunden zum Test bestellte Teufel-System gegen das Monitor Audio-System gehört und verglichen und die Chance genutzt, daraus ein spannendes Video zu machen.

Neugierig? Mit einem Klick auf „Play“ kann der Spaß beginnen.

Keine Lust auf Video gucken? Hier haben wir das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

Die Testteilnehmer im Überblick – Teufel Theater 500 Surround

Teufel Theater 500 Surround 5.1-Set – Groß und druckvoll

Das komplette Teufel-Heimkinosystem besteht aus zwei großen Standlautsprechern (T500 F16) einem Center (T500 C16), zwei Dipolen (T500 DR16) – die sich zum Direktstrahler umschalten lassen und einem Aktiv-Subwoofer (S6000 SW). Das gesamte System gibt es (Stand September 2020) ausschließlich in schwarz und hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.657,13€ (inkl. Mehrwertsteuer) + 68,23€ Versandkosten.

Wenn Sie sich fragen, warum der Preis so „krumm“ ist – die Mehrwertsteuersenkung von 19% auf 16% macht sich hier bemerkbar. Ab dem 01.01.2021 wird das Set vermutlich wieder „glatte“ 1.699.-€ kosten.

Der Standlautsprecher Teufel T500 F16 im Detail

Der Standlautsprecher ist ein 3-Wege-Modell mit zwei 6,3“/160 Millimeter Tieftönern und einem 6,3“/160 Millimeter Mitteltöner aus Kevlar. Der Gewebehochtöner hat einen Durchmesser von 25 Millimetern und wird eingerahmt von einem Waveguide aus Kunststoff. Das Gehäuse besteht dabei aus stabilem MDF und ist in schwarz foliert, wobei die Schallwand in schwarz lackiert ist.

Der Center-Lautsprecher Teufel T500 C16 im Detail

Der Teufel-Center T500 C16 kommt mit zwei 6,3“/160 Millimeter Tief-/Mitteltönern und einem 6,3“/160 Millimeter Mitteltöner aus Kevlar. Im Hochton ist – genau wie im Standlautsprecher – ein Gewebehochtöner mit einem Durchmesser von 25 Millimetern und dem Waveguide aus Kunststoff im Einsatz. Das Gehäuse ist, wie der Rest des Ensembles, aus stabilem MDF gefertigt, schwarz foliert und mit schwarz lackierter Schallwand.

Surround-Lautsprecher Teufel T500 DR/DL16 im Detail

Für das perfekte Filmerlebnis führt kein Weg an Dipol-Lautsprechern vorbei. Das weiß man auch bei Teufel und setzt dementsprechend auf diese. Bestückt sind die Dipole bei Teufel mit je zwei 5,2“/130 Millimeter großen Tief-/Mitteltönern und je zwei 25 Millimeter großen Gewebehochtönern.

Charmantes Detail: Wer keine Lust auf Dipole hat, findet auf der Rückseite einen kleinen Schalter, mit dem sich der Lautsprecher zum Direktstrahler umschalten lässt.

Aktiv-Subwoofer Teufel S6000 SW im Detail

Wer Teufel kennt, weiß, dass die Marke stets breitbeinig im Tiefbass auftritt. Der 12“/300 Millimeter Tieftöner im Teufel-Subwoofer stellt da keine Ausnahme dar. Angetrieben wird der Subwoofer von einer 250 Watt Class D-Endstufe und ist verpackt in ein schwarz foliertes MDF-Gehäuse mit einer nach vorn abstrahlenden Bassreflexöffnung.

Die Testteilnehmer im Überblick – Monitor Audio Bronze Cinema 200 6G

Frontlautsprecher Monitor Audio Bronze 200 (6. Generation) im Detail

Monitor Audio Bronze 200 Schwarz seidenmatt

Die Monitor Audio Bronze 200 6G ist ein 2,5-Wege-Lautsprecher. Der Tief-/Mittelton kommt von zwei 5 ½“ /140 Millimeter Chassis aus C-CAM (keramisiertem Aluminium/Magnesium) mit Damped Concentric Mode-Technologie. Im Hochton kommt ein 25 Millimeter Gold-Hochtöner zum Einsatz, unterstützt vom Uniform Dispersion Waveguide.

Farblich hat man beim Monitor Audio Bronze Cinema 200 die Wahl zwischen weißen Gehäusen mit hellgrau lackierter Schallwand und schwarzen Gehäusen mit dunkelgrauer Schallwand. Beim Preis ist es egal, für welche Variante Sie sich entscheiden. Beide Versionen kosten 1999.-€ im Paket (inkl. Mehrwertsteuer - Stand November 2020).

Center-Lautsprecher Monitor Audio Bronze C150 6G im Detail

Monitor Audio Bronze C150 6G Schwarz ohne Bespannung

Ähnlich wie die Bronze 200 6G ist auch der Center Bronze C150 6G bestückt; mit zwei 5 ¼“/130 Millimeter großen Tief-/Mitteltönern aus C-CAM und dem 25 Millimeter Gold-Hochtöner, ebenfalls aus C-CAM.

Bei den Gehäuseausführungen gibt es keine Überraschungen. Sie haben die Wahl zwischen einer weißen und einer schwarz folierten Ausführung, jeweils mit hellgrau bzw. dunkelgrau lackierter Schallwand.

Surround-Lautsprecher Monitor Audio Bronze FX 6G im Detail

Monitor Audio Bronze FX Schwarz

Filme leben vom Mittendrin-Gefühl – und das können Dipol-Lautsprecher immer noch am besten. Im Bronze FX 6G stehen – genau wie im Standlautsprecher Bronze 200 6G – ein 5 ½“ /140 Millimeter Tief-/Mitteltöner aus C-CAM und in diesem Fall gleich zwei C-CAM Gold-Hochtöner bereit.

Der Bronze FX 6G ist als kompromissloser Heimkinolautsprecher ausgelegt. Dementsprechend lässt er sich zwar – genau wie der Teufel T500 DR/DL16 – in der Abstrahlcharakteristik umschalten. Hier allerdings zwischen den Modi „Dipol“ mit maximaler Räumlichkeit und „Bipol“ mit verbesserter Ortbarkeit bei gleichzeitig hervorragender Räumlichkeit im Surroundbereich.

Aktiv-Subwoofer Monitor Audio Bronze W10 6G im Detail

Monitor Audio Bronze W10 6G Schwarz 1

Bei einem ordentlichen 5.1-System darf auch der Subwoofer nicht fehlen – und so kommt im Bronze Cinema 200 6G der Bronze W10 6G zum Einsatz. Im W10 6G arbeitet eine 10“/250 Millimeter C-CAM-Membran und „versteckt“ im Boden eine zweite Passivmembran, ebenfalls mit 10“ Durchmesser. Diese Ausführung hat gegenüber der Variante mit Bassreflexöffnung handfeste klangliche Vorteile. Angetrieben wird das Ganze von einer Endstufe mit 220 Watt Leistung.

Der Bronze W10 6G ist darüber hinaus auch noch im Klang variabel, dank seines Equalizers mit drei verschiedenen Basscharakteristika (maximaler Tiefgang, maximaler Pegel und ausgewogene Charakteristik). Farblich gibt es auch hier wieder die Auswahl zwischen der schwarzen und der weißen Version.

Der Testaufbau zum Vergleich Teufel Theater 500 vs. Monitor Audio Bronze Cinema 200 6G

Sämtliche Lautsprecher werden (selbstverständlich nacheinander, nicht beide Sets parallel) an einen Denon AVC-X3700H angeschlossen. Dieser 9.2-Kanal AV-Verstärker liefert 180 Watt Leistung pro Kanal – und damit mehr als genug Leistung, um beide Lautsprechersysteme mühelos anzutreiben.

Beide Systeme (Teufel Theater 500 als auch das Monitor Audio Bronze Cinema 200 6G) sind auf den jeweiligen Hörplatz eingemessen, um das klangliche Optimum aus den jeweiligen Lautsprechern zu holen.

Es wird spannend! Runde 1 – Teufel Theater 500 in Stereo

Christian Obermayer vom HEIMKINORAUM lässt der Teufel T500 F16 den Vortritt und die Lautsprecher können zeigen, was sie können. Was auffällt: Die Lautsprecher sind extrem pegelfest und knicken auch bei hohen Pegeln nicht ein.

Allerdings hat die Box eine starke Bassbetonung, wodurch sie sie für ein durchschnittliches Wohnzimmer mit etwa 25 qm² Größe schlicht „zu dick“ im Bass ist. Das macht sich im Test vor allem durch Wummern und Dröhnen bemerkbar. Ärgerlicherweise ist der Bassreflex der T500 F16 nach unten ausgelegt (die Öffnungen sind also unten am bzw. im Fuß), wodurch es keine Möglichkeit gibt, den Bass zu bedämpfen.

Auch bei den Höhen macht sich keine Begeisterung breit. Die Höhen klingen eher bedeckt, dem Klangbild fehlt es an Dynamik und Leben in der Box. Eben, als wäre ein Vorhang vor den Lautsprechern. Durchschnittliche Leistung, Begeisterung kommt dabei nicht auf.

Andererseits, das Teufel-System trägt „Theater“ im Namen, was eine Referenz auf „Home Theater“, also Heimkino sein sollte. Wahrscheinlich liegen die Stärken des Systems eher dort, als im Stereobereich. Und das wird auch gleich getestet.

Runde 2 – Das Teufel Theater 500 im Heimkinotest

Im Filmbetrieb macht sich der eher dunklere, bedeckte Klang positiv bemerkbar – vermittelt er doch ein wenig vom typischen „Kinofeeling“. Also der Atmosphäre, wenn man in einem gedämpften Kinosaal sitzt. Auch wenn auch hier – ähnlich wie beim Stereobetrieb – die Dynamik, Brillanz und Differenzierung ein Stück weit fehlt. Dankbarerweise fällt die nicht ganz so gelungene Bühnendarstellung im Heimkinobereich nicht so stark auf wie in Stereo, da hier ja noch der Center in der Mitte mitspielt. Was hingegen bleibt, ist die eigenwillige Note bei Dialogen. Hier fällt wieder die Zurückhaltung in den Höhen und die eingeschränkte Dynamik und Brillanz auf. Die satte Grundtoncharakteristik trägt eher dazu bei, dass bei Stimmen und Filmen immer ein wenig „zu dick aufgetragen wird“.

Der Subwoofer hat den gleichen „Familienklang“, pegelfest, druckvoll und laut, aber eben unkontrolliert, wummerig und wenig präzise.

Runde 3 – Zeit für den Herausforderer – Monitor Audio Cinema 200 6G in Stereo

Nach einer kurzen Einleitung geht es weiter mit dem zweiten Teilnehmer im Testfeld, dem Monitor Audio Bronze Cinema 200 6G. Gleicher Aufstellort und Titel, völlig anderes Klangbild. Dynamischer, kontrollierter Bass und eine breite Bühne mit detaillierter Abbildung und hoher Auflösung.

Überraschend dabei: Trotz der schlanken Maße der Bronze 200 geht sie im Bass mindestens so weit runter wie die Teufel T500 F16, spielt dabei allerdings mit einem kernigen, kontrollierten Bass statt einem Mehr an Pegel wie die Teufel.

Runde 4 – Das Monitor Audio Bronze Cinema 200 6G im Heimkinotest

Der erste Eindruck: „Das System macht richtig Spaß! Die Lautsprecher klingen dynamisch, druckvoll und gehen im Tiefbass ähnlich weit runter wie die deutlich größeren Teufel-Lautsprecher. Dabei sind die Lautsprecher aber kontrolliert und sauber, ohne zu dröhnen – und das trotz deutlich weniger Membranfläche.

Das wird vor allem bei Dialogen und Stimmen zum Vorteil, denn diese klingen feiner, klarer, deutlicher und auflösender mit mehr Brillanz. Ein deutlich hörbarer Unterschied. Was das Set somit allerdings nicht transportiert, ist der „gemütliche, warme Kinosaal“.

Auch im Bass gibt es nachvollziehbare Unterschiede. Der Bass beim Monitor Audio-Subwoofer ist nicht so kräftig wie sein Teufel-Gegenspieler, ermöglicht aber trotzdem extreme Lautstärken, die locker ausreichen, um den Nachbarn zu ärgern. Der Bass ist also nicht so laut, dafür aber schneller, kontrollierter und sauberer.

Das Fazit zum Teufel Theater 500 Surround im HEIMKINO-Test

Für 1.657,13€/1.699.-€ unverbindliche Preisempfehlung bekommt man mächtig Lautsprecher. Groß, druckvoll und laut. Allerdings fehlt es ein wenig an Musikalität und tonaler Qualität. Der Bass lässt sich (Anm. der Red.: Durch die ungünstig positionierte Bassreflexöffnung) nur schlecht korrigieren und kann daher in kleinen und mittelgroßen Räumen – je nach Raumgeometrie – zu dröhnen anfangen. Im Hochtonbereich ist die fehlende Brillanz und Klarheit auffällig. Auch beim Subwoofer gibt es Licht und Schatten. Der Bass spielt kraft- und druckvoll, allerdings nicht wirklich kontrolliert. Ein bisschen mehr Präzision wäre also wünschenswert.

Das Fazit zum Monitor Audio Cinema 200 6G im HEIMKINO-Test

Das Bronze Cinema 200 6G für 1.999.-€ unverbindliche Preisempfehlung punktet mit seiner kompakten und unauffälligen Optik. Und die dezente Zurückhaltung setzt sich auch beim Klang fort. Im Bass wird nicht so fett aufgetragen, dieser klingt aber trotzdem dynamisch und kraftvoll. Im Hochtonbereich überzeugt das Set mit seiner hochauflösenden und brillanten Spielweise und seiner breiten Bühne, die Musik zum Erlebnis werden lässt.

Der Subwoofer ist sehr kompakt und vereint die Vorteile von Bassreflex-Subwoofern mit geschlossenen Subwoofern durch die integrierte Passivmembran. Der Bass ist spritzig und schnell, kontrolliert und präzise, kommt aber trotzdem gleichzeitig weit runter und macht das Geschehen auf der Leinwand spürbar.

Unsere Empfehlung: Vergleichen Sie selbst – es lohnt sich

Welches der beiden Heimkinosysteme Ihnen besser gefällt? Das kann Ihnen kein Testbericht dieser Welt sagen. Was aber in jedem Fall funktioniert, ist der direkte Vergleich.

Und zwar am besten direkt beim Fachhändler vor Ort, an verschiedenen AV-Receivern und kompetenter Fachberatung. Das Teufel-Lautsprechersystem Ihrer Wahl bestellen Sie sich einfach nach Hause und bringen es zum Hörvergleich mit.

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